DIE FÜNF TECHNIKEN
Was Canyoning beinhaltet: Fünf Fertigkeiten in einer einzigen Abfahrt
Abseilen, Springen, Rutschen, Schwimmen und die eine oder andere Seilrutsche – Canyoning vereint fünf verschiedene Techniken zu einem geführten Abstieg durch eine Schlucht bei Interlaken.
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| Technik | Was es ist | Die Rolle des Reiseleiters |
|---|---|---|
| Abseilen | Ein gesicherter Rückwärtsgang einen Wasserfall oder eine Felswand hinunter | Setzt den Anker, bestimmt Ihr Tempo, sichert das System ab. |
| Springen | Ein kontrollierter Sprung von einer Felskannte in einen tiefen Naturpool | Prüft zuerst die Tiefe; bietet stets eine Alternative ohne Sprung an. |
| Rutschen | Entspannen Sie sich auf einer glattpolierten Natursteinrutsche im Liegen oder Sitzen. | Bringt Sie nach oben, fängt Sie unten auf. |
| Zip-Line | Eine Seilbahnüberquerung über eine Schlucht oder einen Abgrund | Bringt Sie rein und regelt die Schlange |
| Schwimmen | Über ruhige Wasserflächen und verbindende Abschnitte | Führt die Gruppe an und hält alle zusammen. |
Abseilen: der kontrollierte Abstieg
Die meisten Canyons beginnen mit einem Wasserfall, und der Abstieg erfolgt per Abseilen: Ihr Guide befestigt ein Seil an einem festen Anker, hakt Sie in Ihren Klettergurt ein, und Sie laufen rückwärts die Felswand hinunter, während das Wasser an Ihnen vorbei- oder über Sie hinwegfließt – Sie geben das Seil selbst nach und kontrollieren so Ihre Geschwindigkeit. Ein zweiter Guide oder ein Abseilgerät sichert das System von unten zusätzlich ab. Auf dem Papier wirkt das wie der gruseligste Teil, entpuppt sich aber meist als der kontrollierteste, denn Sie sind die ganze Zeit am Seil und können jederzeit anhalten.
Springen: vom Guide geprüft, niemals verpflichtend
Bevor irgendjemand springt, hat ein Guide die Tiefe des Pools und versteckte Felsen bereits geprüft – Canyons werden ausgespäht und je nach Wasserstand im Saisonverlauf erneut kontrolliert, und in der Regel wartet ein Guide unten im Wasser, um das Zeichen zu geben, wenn alles frei ist. Die Sprunghöhen variieren stark zwischen den Canyons, von ein bis zwei Metern bei den sanften Abstiegen bis zu mehreren Stockwerken bei den schwierigsten – die Technik ist simpel: Füße zusammen, Arme vor der Brust verschränkt, Kinn hoch, Blick auf den Horizont statt nach unten. Jeder einzelne Sprung hat eine alternative Route zum Hinuntergehen oder Abseilen, sodass niemand springen muss, der nicht will.
Rutschen: die eigenen Wasserrutschen der Schlucht
Jahrelanges Schmelzwasser hat manche Felsschluchten zu natürlichen Rutschen poliert, und einige davon in den Schluchten des Berner Oberlands sind unter den lokalen Guides so bekannt, dass sie eigene Spitznamen haben. Man setzt oder legt sich genau so hin, wie angewiesen, zieht Ellbogen und Knie an und lässt die Strömung die Arbeit machen, während ein Guide unten positioniert ist, um den Ausstieg abzufangen und einen sicher an den Felsen vorbeizusteuern. Sie sind kürzer und sanfter als die meisten Sprünge, aber oft der Teil, an den man sich hinterher am liebsten erinnert – reine Jahrmarkt-Physik, geformt von nichts als Gletscherwasser und Zeit.
Seilrutschen und Schwimmen: die Verbindungselemente
Nicht jedes Hindernis in einer Schlucht erfordert Seiltechnik. Manche Canyons überbrücken eine Kluft mit einer kurzen Seilrutsche, statt zu klettern oder abzuseilen – eingehängt und an beiden Enden von einem Guide gesichert, während die ruhigeren Passagen zwischen den Sprüngen einfach durchschwommen werden, manchmal gegen eine leichte Strömung. Genau diese flacheren Abschnitte sind es, wo sich die Gruppe natürlich wieder sammelt, durchatmet und die Landschaft aufnimmt. Die Guides halten das Tempo durchgehend straff – niemand schwimmt allein, und die Gruppe bewegt sich als Einheit von einem Hindernis zum nächsten, statt sich auseinanderzuziehen.
Warum die Reihenfolge nicht festgelegt ist
Zwei Touren durch dieselbe Schlucht können sich deutlich unterscheiden, da die Guides die genaue Abfolge je nach Tag anpassen – welche Becken durchschwommen statt umgangen werden, welche Sprünge angeboten werden, wie lange an jeder Station verweilt wird – abgestimmt auf den Wasserstand und das Können der Gruppe. Das ist eine bewusste Sicherheitsentscheidung, keine Inkonsistenz: Eine Schlucht, die bei niedrigem Wasser einfach zu bewältigen ist, kann nach Regen umgestellt oder verkürzt werden, und einer selbstbewussten, stark schwimmenden Gruppe wird vielleicht ein zusätzlicher Sprung angeboten, den eine nervöse oder erschöpfte Gruppe komplett auslässt. Die Techniken bleiben konstant; die genaue Route durch sie wird jeden Tag neu entschieden.
Nicht sicher, welche Schlucht die richtige für Sie ist – oder ob es überhaupt etwas für Sie ist?
Hinterlassen Sie Ihre E-Mail-Adresse und ungefähr Ihren Reisezeitraum – wir schicken Ihnen eine kurze Übersicht darüber, wie die Schluchten rund um Interlaken im Vergleich abschneiden, welche sich für Einsteiger und welche für Adrenalinjunkies eignen, wie kalt das Wasser ist und was ein halber Tag tatsächlich beinhaltet.